Windrad in einem Sonnenblumenfeld

Energiewende – Aber wie können wir das Thema Energie „sexy“ machen?

Ergebnisse des Workshops „Energiewende, effiziente Energiegewinnung und -nutzung – Wie können wir weiterhin Power geben und gleichzeitig nachhaltiger werden?“

Gerade in Industrienationen wie Deutschland ist die effiziente Nutzung von Energie und der Umstieg auf erneuerbare Energien für die Reduktion der CO₂-Emissionen unerlässlich. Energie aus Wind, Sonne oder nachwachsenden Rohstoffen finden nicht nur bei Privatpersonen immer mehr Anklang. Gleichzeitig müssen wir die Personen mitnehmen, die durch diese Wende eine angebliche Gefährdung der Energiesicherheit und somit des Wirtschaftsstandorts Deutschland sehen.1 Wie beides vereinbar ist, damit ein Strukturwandel erreicht werden kann, diskutierten die PRIO1 Mitglieder dieses Workshops.

Ihr Zielbild ist klar: Das Thema Energie muss „sexy“ werden!
Das Fazit der Gruppe war eindeutig. Das zukünftige Zielbild heißt 100% erneuerbare Energien. Doch um dorthin zu gelangen, müssen einige Zwischenziele erreicht werden. Das komplexe Thema Energiewende mit allen seinen Punkten zu durchleuchten ist ein erster Schritt, um den Verbraucher*innen das Thema näherzubringen. Bildung soll die Wissenslücke füllen, die bei vielen zu einem Machtlosigkeitsgefühl führt. Doch vor allem muss das Thema „sexy“ gemacht werden und einen Stellenwert wie andere Lifestyle Themen, z.B. Ernährung, bekommen.

Aktuelle Herausforderungen
Neben der Distanz vieler Menschen zu dem weitverzweigten und als „Versicherungsthema“ abgestempelten Gebiets ist es eine Herausforderung, einen Teufelskreis zu durchbrechen. Viele fühlen sich nicht „sicher“ auf dem Gebiet, und wiederum durch die Komplexität versuchen nur Wenige sich tiefergehend damit zu beschäftigen. Doch auch ganz konkrete Herausforderungen wie die „Not-in-my-backyard“-Mentalität beim Thema erneuerbare Energie, z.B. beim Windrad Ausbau in der Nähe von Wohngebieten, müssen angegangen werden.

Nächste Schritte
Um Reichweite und Aufmerksamkeit unter Verbraucher*innen zu bekommen möchte das Team um Sprecherin Carina Bildungsmaterialien aufsetzen. Mit einer bildlichen Sprache sollen Lehrkräfte und Interessierte die Attraktivität des Themas erkennen und weitergeben können.
Auch auf kommunaler Ebene muss angepackt werden. Eine „Frag dein Rathaus“-Aktion soll Bürger*innen die Möglichkeit aufzeigen, die Bürgermeister*innen ihrer Stadt zur Energiebilanz zu befragen. So kann die Bedeutung des Themas in der Öffentlichkeit gebracht und die Regierungsebene zum Handeln bewegt werden.

Schlussgedanke
Um ein Umdenken und einen Strukturwandel im Bereich Energieversorgung und Energieeffizienz zu erreichen, setzte sich die Gruppe zum Ziel zunächst einmal selbst zu recherchieren, um dem komplexen Thema tiefergehend auf die Spur zu gehen. Bildung führt zu einem Bewusstsein der großen Bedeutung des Themas, um den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen. Den verantwortlichen Stellen zu zeigen, dass das Thema nicht in die „stille Kammer“, sondern verständlich kommuniziert in die Gesellschaftsmitte gehört, kann mit Bildung erreicht werden.

Mit diesen erarbeiteten Zielen und Konzepten der PRIO1-Mitglieder können wir gemeinsam Energieversorgung neu denken und den Weg für mehr erneuerbare Energien und innovative Ideen frei machen.

Wenn auch ihr Teil unseres Klima-Netzwerkes werden möchtet und Ideen und Konzepte zum Thema Energiewende habt, registriert euch bei der PRIO1-Community!
Wir, die PRIO1-Community, sind weiterhin motiviert, gemeinsam an den Zukunftskonzepten für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft zu arbeiten!

[1] Einen kleinen Faktencheck zu häufig auftauchenden Fragen findet ihr hier: https://energiewende.baden-wuerttemberg.de/ueberblick/faktencheck

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  • Mareike Wangemann

    Projektteam PRIO1 – Das Klima-Netzwerk

    Mareike ist von Beginn an bei PRIO1 dabei und organisiert und managt alle größeren und kleineren Aufgaben, die bei dem Klima-Netzwerk anfallen. Als sie von PRIO1 erfuhr, war ihr klar, dass sie dieses Projekt mit aufbauen möchte. Nachdem Mareike zum Studium nach Heidelberg gekommen war, wollte sie gar nicht mehr weg. Deswegen ist sie einfach dort geblieben. Wenn sie nach einer langen Woche den Kopf frei bekommen möchte, joggt sie am Neckar entlang ins Wochenende. Mareike ist der Meinung, dass Klimaschutz und Diskussion immer zusammengehören. Nur mit vielen unterschiedlichen Ideen können gemeinsam gute Lösungen für die Herausforderungen der Klimakrise gefunden und zusammen eine neue Zukunft gestaltet werden!

    Wissenschaftlerin mit Weltkugel in Reagenzglas
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    Organisation / Projektunterstützung / Social Media / Kommunikation

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