COP26 – Was hat es damit auf sich?

Die Folgen der Klimakrise schreiten immer weiter voran. Vor allem der afrikanische Kontinent ist stark von Überschwemmungen, Dürren und Erdrutschen betroffen – alles Folgen des menschengemachten Klimawandels. Damit trifft es die ärmsten am härtesten, denn Afrika ist von diesen Folgen stärker betroffen als der weltweite Durchschnitt, heißt es im Bericht „The State of the Climate in Africa 2020„.1 Diesen präsentierte die Weltwetterorganisation (WMO) gemeinsam mit der Afrikanischen Union (AU) und anderen Partnern 2020 in Genf.2 Damit sollte vor der eigentlich 2020 geplanten Weltklimakonferenz COP26 noch einmal auf die genannte Problematik aufmerksam gemacht werden. Im Folgenden erfährst du alles, was du über die anstehende COP wissen musst.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – die COP26 wird vom 31.10.-12.11. nachgeholt
Der COP26-Gipfel geht vom 31. Oktober bis zum 12. November 2021. Der Name „COP26“ steht für „Conference of the Parties“, die dieses Jahr bereits zum 26. Mal stattfindet. In der schottischen Stadt Glasgow treffen sich die 197 Vertragsstaaten der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) von 1992.3

Das auch als „UN-Klimagipfel“ oder „Weltklimakonferenz“ bezeichnete Treffen dient dem Zweck, sowohl die Maßnahmen zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens als auch die des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen zu beschleunigen und durchzusetzen. Die Klimakonferenz wird von zehntausenden Verhandlungsführern, Regierungschefs, Unternehmern und Bürgern durchgeführt.

Ziele der COP26
Das Ziel der Konferenz generell ist die Einhaltung der Pariser Klimaziele, allen voran natürlich das Erreichen des 1,5-Grad Ziels. Es sollen Gelder mobilisiert werden, um dieses geplante Ziel zu erreichen.
Für den diesjährigen Gipfel wurden 4 Hauptziele formuliert:

  1. Sicherung der globalen Klimaneutralität bis 2050 und anstreben des 1,5-Grad Ziels

    Dafür sollen die Vertragsstaaten den Kohleausstieg beschleunigen, die Abholzung begrenzen, den Umstieg auf Elektrofahrzeuge beschleunigen und Investitionen in erneuerbare Energien fördern.

  2. Schutz von Gemeinschaften und natürlichen Lebensräumen

    Dabei sollen vor allem die bereits stark betroffenen Regionen, wie Afrika, geschützt werden. Zum Erreichen dieses Ziels sollen Ökosysteme geschützt und wiederhergestellt werden und der Verlust von Häusern und Lebensgrundlagen durch gestärkte Infrastruktur vermieden werden.

  3. Finanzierung mobilisieren

    Die Finanzierung bildet die Grundlage zur Einhaltung von Punkt eins und zwei und richtet sich vor allem an die Industrieländer und ihr Versprechen, jährlich 100 Milliarden US-Dollar für den Klimaschutz ärmeren Ländern bereitzustellen.

  4. Zusammenarbeit um Ergebnisse zu erzielen

    Dieser Punkt richtet sich an uns alle. Denn nur gemeinsam können wir der Klimakrise entgegenwirken. Die COP zielt also darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaft zu stärken und zu sichern.

Nach dem Aufschub des Gipfels von 2020 auf 2021 und der Nichteinhaltung bzw. unter den Tisch gefallenen Durchführung der auf der letzten Konferenz 2019 in Madrid beschlossenen Marktregel für Emissionsverminderung, sollen die Themen schließlich für einen längeren Zeitraum durchgezogen werden, um der Klimakrise effektiv entgegenzuwirken.

Wenn du dich für die COP26 interessierst und dich dafür engagieren möchtest, kannst du das durch die Teilnahme als Vertreter*in einer Beobachtungsorganisation oder durch Freiwilligenarbeit, d.h. es wird ein Team von Freiwilligen Gastgeberstadt ausgewählt, um zum Erfolg der Veranstaltung beizutragen.

PRIO1-Themen(-labor)Wochen greifen das Thema auf
Auf unserem Instagram Account @prio1_klima finden aktuell unsere Themen(-labor)wochen statt. Wir stellen euch innerhalb mehrerer Wochen unsere verschiedenen Themenlabore, ihre Mitglieder und Ziele vor. Im November soll es dabei um unser Themenlabor Globale Klimazusammenarbeit gehen. Da eignet sich die COP26 perfekt als Aufhänger – sie ist ein Zeichen für globale Klimazusammenarbeit, zeigt dass diese wichtig und notwendig ist. Unser Themenlabor hat allerdings noch einige interessante Ideen, Vorstellungen und Lösungsansätze für die Herausforderungen globaler Klimazusammenarbeit. Ihr interessiert euch dafür? Schaut unbedingt auf @prio1_klima vorbei und lernt das Themenlabor kennen. Sie freuen sich übrigens sicher auch über neue Mitglieder 😊

Wir, die PRIO1-Community, sind motiviert, gemeinsam an den Zukunftskonzepten für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft zu arbeiten!
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(1) https://storymaps.arcgis.com/stories/f7f88788f4c6463f96d228c07937310f
(2) https://www.tagesschau.de/ausland/who-klimaschutz-101.html
(3) https://www.sueddeutsche.de/meinung/klimaschutz-cop26-glasgow-london-1.5362826
(4) https://ukcop26.org/
(5) https://www.bbc.co.uk/newsround/51372486
(6) https://www.klimafakten.de/meldung/was-genau-ist-eigentlich-der-ipcc-und-wie-arbeitet-er-unser-faktenblatt-zum-ipcc-jetzt
(7) https://unfccc.int/process-and-meetings/conferences/glasgow-climate-change-conference

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  • Marie Klaehn

    Werkstudentin

    Marie ist Werkstudentin und seit Mitte Dezember Teil des Projektteams von PRIO1. Als sie von der freien Stelle erfuhr, war ihr sofort klar, dass sie bei diesem Projekt unterstützend mitwirken möchte. Neben ihrem Job bei PRIO1 studiert Marie selbst noch und spielt leistungsorientiert Basketball. Daher liegt ihre Leidenschaft für den Sport und gesunde und vor allem nachhaltige und vegetarische Ernährung nahe. Marie ist der Meinung, dass sich gerade junge Menschen wie sie für den Klimaschutz einsetzen sollten. Die jüngeren Generationen sind schließlich diejenigen, die ansonsten mit den Folgen des Klimawandels leben müssten. Sie glaubt, dass wir jetzt die Weichen für unsere Zukunft stellen sollten und das gemeinsam am besten funktionieren wird.

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  • Yannis

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