Tipps und Tricks von der Reste-Queen

Wer sich schon einmal mit der Lebensmittelverschwendung in Deutschland und auch weltweit beschäftigt hat, weiß, dass es da noch einiges zu tun gibt in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Ein paar Zahlen und Fakten hierzu findet ihr in unserem letzten Blogbeitrag, der einen Überblick über das Thema gibt.
Ich habe mir zur Mission gemacht, wo auch immer es möglich ist, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, indem ich Reste verwerte. In meiner WG und bei meiner Familie trage ich nicht umsonst den Spitznamen „Restepolizei“.

Um dich zu inspirieren, wie auch du zur Reste-Queen oder zum Reste-King werden kannst, möchte ich hier meine liebsten Tipps und Tricks zum Nachmachen teilen.

Vorher ein paar grundlegende Angewohnheiten, die mir besonders dabei helfen, gar nicht erst Reste entstehen oder Lebensmittel verderben zu lassen.

  • Kochverhalten anpassen: Wenn ich überlege, was ich koche, orientiere ich mich immer an den Lebensmitteln, die ich noch zuhause habe, bevor ich neue einkaufe.
    • Lass deiner Kreativität dabei freien Lauf
    • oder benutze den super hilfreichen Rezeptfinder von Restegourmet(https://restegourmet.de/)! Hier kannst du alle Zutaten angeben, die du schon zuhause hast und bekommst anschließend Rezeptvorschläge aus einer riesigen Datenbank. Super, wenn die Zeit mal knapp ist oder die Kreativität auf sich warten lässt.
  • Übrig gebliebenes Essen nicht wegschmeißen!
    • Ich koche lieber zu viel, brauche dabei alle Zutaten auf und bewahre dann ganze Portionen im Kühlschrank (bis zu 3 Tage) oder Gefrierschrank auf (bis zu 1 Jahr) #mealpreperation
    • Mein Tipp für Flüssigkeiten, wie Suppen: Einfach in einem Schraubglas einfrieren. Wenn man es anfangs noch nicht ganz zuschraubt, springt es nicht.
    • Wenn doch mal einzelne Zutaten übrigbleiben, nutze ich diese, um daraus leckere Reste-Gerichte zu kochen. Aus Nudeln oder Reis lassen sich z.B. leckere Gemüsepfannen zaubern, Reis wird mit Milch und Zucker zu leckerem Milchreis.
  • Vorausschauen!
    Hast du mal keine Lust auf Reste-Küche? Gemüse hält sich sowohl roh als auch gekocht super im Gefrierfach. Schneide es vorher in mundgerechte Stücke, so hast du dein Lieblingsgemüse immer auf Vorrat und musst nichts verderben lassen.
  • Auch Kräuter kannst du einfach klein schneiden und einfrieren. So hast du das perfekte Kräuter-Topping für jedes Gericht parat.

  • Alles verwenden! Oft landet mehr vom Obst und Gemüse im Müll als es sollte.
    • Ich versuche, wenn möglich die Schale dranzulassen (am besten Bio kaufen oder gut waschen), so gehen auch nicht die ganzen Vitamine verloren. Alternativ kann man aus aufgekochten Gemüseschalen auch eine Gemüsebrühe zubereiten.
    • Auch die Stängel kann man meist mitessen. Verwerte z.B. die „Stämme“ vom Brokkoli einfach mit oder brate die Stiele von Kräutern zu Beginn mit an. Das gibt ein extra feines Aroma!

Jetzt aber zu den wirklich konkreten Tipps. Ich präsentiere meine Top 5 Reste-Hacks:

  1. Schrumpeliges Obst wird zu Kompott oder Crumble:
    Apfel, Birne & Co können eingekocht oder getoppt mit Streuseln im Ofen zu Crumble gebacken werden.

  2. Reste-Smoothies:
    Wird dir dein Obst zu matschig oder die Spinatblätter zu lasch? Schmeiß alles in den Mixer und zaubere dir einen leckeren Smoothie! Meine liebsten Zutaten sind Beeren, Banane und Spinat. Aber auch Rote Beete, Zucchini und Blattsalat eignen sich sehr gut und sind besonders gesund. Für ein extra Geschmacks-Upgrade füge ich gerne Datteln, Ingwer oder Limette hinzu.

3. Bananen – die Reste-Alleskönner:
Wenn Bananen zu reif werden, steigt auch der natürliche Zuckergehalt. Damit machen sie sich super in Süßspeisen, wie Bananenbrot, Haferkeksen oder Pancakes.

4. Was Oma kann, können wir schon lange!
Wenn du nicht die Muße hast, alt gewordenes Brot zu Knödeln zu verarbeiten, versuche es doch mal mit French-Toast oder verarbeite es alternativ zu Croutons.

5. Flüssigkeiten in Eiswürfelförmchen einfrieren:
Saft-Eiswürfel machen dein Wasser zum Erfrischungsgetränk, aus Kaffee-Eiswürfeln wird Eiskaffee und Rotwein, Kokosmilch oder passierte Tomaten können beim Kochen einfach in den Topf gegeben werden.

 

 

Probiert doch mal den ein oder anderen Trick aus und vielleicht macht es euch ja, wie mir, sogar Spaß Reste zu verwerten und damit Lebensmittel zu retten.

Ich wünsche euch viel Freude beim Ausprobieren! 

PS: Bowls sind übrigens auch eine super Möglichkeit, um Reste zu verwerten. So hübsch kann Resteküche aussehen!

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  • Zoe Drkosch, PRIO1 Mitglied

    Wissenschaftlerin mit Weltkugel in Reagenzglas

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